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Rechte Schutzsuchender im neuen GEAS verteidigen[

Am 12. Juni 2026 wird das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) in der gesamten EU angewendet. Nach jahrelangen Verhandlungen bringt die Reform einige der weitreichendsten Verschärfungen des (deutschen) Asylrechts seit Jahrzehnten mit sich.

Die politische Stoßrichtung ist klar: Die Reform setzt auf Kontrolle und Begrenzung von Migration. In der Praxis bedeutet dies unter anderem umfassende Screening-Verfahren, verpflichtende Grenzverfahren unter haftähnlichen Bedingungen sowie eine zunehmende Verlagerung der Schutzverantwortung auf Staaten außerhalb der EU. Dies stellt eine erhebliche Bedrohung für die Rechte von Menschen dar, die vor Verfolgung fliehen. Es bestehen Bedenken mit Blick auf willkürlicher de facto Inhaftierung, eingeschränktem Zugang zu wirksamen Rechtsmitteln sowie des Risikos, dass die Bedürfnisse vulnerabler Personen (wie schwangerer Frauen und LGBTIQ+-Personen) nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Dabei steht die Reform kaum still: Noch während die Implementierungsphase läuft, wird bereits erneut „nachgebessert“. Dazu gehören eine Überarbeitung des Konzepts sicherer Drittstaaten sowie eine neue Rückführungsverordnung, die den Weg für sogenannte „Return Hubs“, also Abschiebezentren außerhalb der EU, ebnen könnte.

Über dieses Projekt

Hedi Benyounes (Unsplash)
Hedi Benyounes (Unsplash). Unsere Visual Policy.

Wir nehmen die neuen GEAS-Regelungen genau in den Blick und gehen dort gegen sie vor, wo sie klar gegen Grund- und Menschenrechte von Menschen auf der Flucht verstoßen.

Dafür arbeiten wir auf verschiedenen Ebenen: Wir stärken Kapazitäten durch Schulungen, Workshops und das Teilen von Praxiswissen, um gemeinsam vorbereitet zu sein. Wir gestalten die rechtliche und politische Debatte durch strategische Stellungnahmen, Fachaufsätze, Blogposts und Briefings zu relevanten Theen. Ziel ist, der Debatte einen Schritt voraus zu sein, also „vor die Welle zu kommen“. Und wir bereiten strategische Prozesse vor, um menschenrechtswidrige Regelungen des GEAS mit Einzelfällen vor Gericht anzugreifen und so die Rechte von Schutzsuchenden aktiv zu schützen. Darüber hinaus vernetzen wir uns mit Praktiker:innen in Deutschland und europaweit, um gemeinsam wirksamer zu sein.

Wenn du das Unrecht, das Schutzsuchenden an den europäischen Grenzen widerfährt, nicht länger hinnehmen kannst, spende jetzt für unsere individuelle Rechtshilfe.

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